Forderung nach Informationen im sich ausweitenden NVG- Skandal

Grüne im Neunkircher Stadtrat fordern vollumfängliche Informationen zu NVG-Skandal
Fraktionsvorsitzende Schöpfer: OB soll Gutachter in nächste Stadtratssitzung einladen und Gutachten für Stadtratsmitglieder vorher offen legen

Die Grünen im Neunkircher Stadtrat fordern vollumfängliche Informationen zur aktuellen Berichterstattung über den sich ausweitenden NVG-Skandal. Sie fordern Oberbürgermeister Jörg Aumann auf, zur nächsten Stadtratssitzung am Mittwoch, 4. März, in den öffentlichen Teil der Sitzung sowohl eine Vertreterin oder einen Vertreter der Beratungsgesellschaft Teneo, die den NVG-Skandal aufarbeitet, als auch die von der NVG-Führung beauftragte Rechtsanwältin Christiane Baltus, die eine juristische Stellungnahme zum Teneo-Bericht verfasst hat, einzuladen, um den Stadtratsmitgliedern über den aktuellen Sachstand zu berichten und ihre Fragen zu beantworten.

Um sich auf die Stadtratssitzung vorzubereiten, fordern die Grünen Oberbürgmeister Aumann auf, den Stadtratsmitgliedern sowohl den Teneo-Bericht als auch die juristische Stellungnahme, die in Teilen bereits der Saarbrücker Zeitung vorliegen (SZ-Artikel vom 18.02.2026) vorab zukommen zu lassen, um sich auf den Termin vorzubereiten. Über dieses für die Öffentlichkeit wichtige Thema dürfe nicht nur hinter verschlossenen Türen im Aufsichtsrat gesprochen werden, dem z.B. aus der Fraktion der Grünen niemand angehöre, sondern es brauche nun eine Debatte im öffentlichen Teil des Stadtrats, damit die Bürgerinnen und Bürger sich ein Bild machen können, so Schöpfer. Eine Behandlung des Themas im nicht-öffentlichen Teil würde laut dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Christian Ruffing nur dazu führen, das weiterhin Intransparenz herrsche und die Salamitaktik fortgesetzt werde. „Es kann nicht sein, dass fast jede Woche neue Aspekte an die Öffentlichkeit gelangen, ohne dass die Stadtratsmitlieder umfassende Kenntnis der Vorgänge bekommen“, so die Grünen.